"Wir arbeiten hier doch alle im TEAM - oder?"
Der Begriff Team ist so unscharf durch den inflationären Gebrauch, daß er einer Definition bedarf.
Das Institut für Teamarbeit hat den Begriff so definiert:
Im Rahmen des Schulprofils reflektiert und koordiniert es seine fachliche und pädagogische Arbeit.
So ist es sich selbst und den Schülern eine Heimat mit Vertrauen und Zuwendung.
Disziplinschwierigkeiten sind nicht Waterloo der einzelnen LehrerIn, sondern pädagogische, erzieherische Aufgabe des Teams.
Da das Team klein ist (ideal 7 LehrerInnen) kann es auch wirklich pädagogische Arbeit planen - und das nicht nur im Stundenraster. Jederzeit kann ein Projekt durchgeführt werden. da gemeinsam geplant wird, kann auch festgelegt werden, wer mit den SchülerInnen im Projekt arbeitet und wer in den anderen Schülergruppen den Unterricht macht. Hier wird deutlich, daß das Team auch die wirkliche Entscheidungskompetenz für die Planung der pädagogischen Arbeit braucht. Wochenplan, Klassenrat, Epochenunterricht, Projektmethode: all das sind keine reformpädagogische Träumereien mehr, sondern - wenn die LehrerInnen das wollen - Schulalltag
Oft geringgeschätzt, aber unabdingbar wichtig: Eine Organisationsstruktur der Schule, die Teamarbeit stützt und Überprüfung alle Entscheidungen in der Schule, ob sie auch "teamkomptibel" sind. (>> Teamarbeit und Schulleitung)
Für den Vertretungsunterricht braucht man nicht mehr eine dicke Mappe von Unterrichtsideen für jede Altersgruppe, sondern es wird einfach da weitergearbeitet, wo die KollegIn aufgehört hat. Durch die gemeinsame Unterrichtsvorbereitung ist sichergestellt, daß immer jemand in der Klasse ist, der die SchülerInnen nicht nur vom Sehen her kennt und der auch weiß, was sinnvoll getan werden kann. Dadurch, das die Vertretung im Team geregelt wird kann auch die Belastung der einzelnen KollegInnen besser ausgeglichen werden.