In einer Fortbildung außerte ein Schulleiter, er uns sein Stellvertreter seien ein gut eingespieltes Team: 'Er weise ihm seine Entscheidungen an und dieser setze seine Anweisungen dann um. Bei aufkommenden Fragen sei dieser in der Lage, im Geiste seiner Anweisung zu verfahren.'
Team hat einen anderen Grundgedanken, hier einmal - etwas holzschnittartig - gegenübergestellt:
| statt hierarchisch... | ...lieber im Team |
|---|---|
| Zusammenarbeit nach dem Stafflineprinzip: Jede/r Amtsträger leistet Zuarbeit, um die Entscheidung des Leiters zu erreichen. (Ressordenken, Rangkämpfe, ...) |
Erweiterte Schulleitung: Amtsträger und nicht Amtsträger bewältigen gemeinsam anstehende Aufgaben, Entscheidungen fallen auf der Kollegiumsebene. |
| Einer trägt die Geamtverantwortung | Das Team übernimmt gemeinschaftlich die Verantwortung |
| Jede/r vertritt sein Ressort, stellt dafür Forderungen auf und kämpft für einen möglichst großen Anteil am Kuchen | Aufgaben werden gemeinsam besprochen, Lösungen auf Stimmigkeit mit dem Gesamtkonzept hin überprüft |
| Das Kollegium ist Gegenüber, Entscheidungen müssen durchgesetzt werden, das Kollegium setzt die Entscheidungen um | Das Kollegium ist Kunde, Entscheidungen werden dort intensiv vorberaten, die Schulleitung setzt die Entscheidungen um. |
| Keine "Konferenzdidaktik" und "Fraktionsbildung" um die 'richtigen Entscheidungen' zu bekommen. | Entscheidungen werden im Team vorbesprochen. Evtl. gibt es mehrere 'Runden' (Schulleitung - Team - Schulleitung - Team ...) bis eine tragfähige Entscheidung fallen kann. |
| Die Schulleitung ist Streitschlichter und muss Lösungen finden, bzw. entscheiden. | Das Schulleitungsteam moderiert Streit und schafft Voraussetzungen für Lösungen, die von den Kollegen selbst gefunden werden (müssen). |
| Die Schulleitung erteilt Weisungen, oder trifft "Vereinbarungen". | Das Schulleitungsteam macht den Rahmen, in dem Handlungs- möglichkeiten bestehen, deutlich und greift Lösungen aus dem Kollegium auf. |