Eine neue Schule entwerfen -
Philosophie

Eine neue Schule braucht auch eine neue Philosophie, die sie trägt.

  1. Die Verteilung der SchülerInnen auf zukünftig zwei Schultypen soll zuverlässiger, gerechter und stärker nach pädagogischen Grundsätzen erfolgen.

  2. Dieser Anspruch ist nur einlösbar, wenn die Direktbetroffenen unter Einhaltung von Rahmenbedingungen zu möglichst maßgeschneiderte Lösungen, die sich auf die Situation ihrerzukünftigen Arbeitsplätze bezieht, kommen dürfen.


Die Kernzelle der Schulreform bildet das einzelne Orientierungs-Schulhaus
(=die einzelne Orientierungsstufe) und die darin arbeitenden Menschen.


Schuleffizienz ist dort zu finden, wo hohe Anforderungen erfüllt werden.

Hohe Anforderungen erfüllen sich dort eher, wo eine pädagogisch wirksame Schulhauskultur die Voraussetzungen dafür schafft.

Eine pädagogisch wirksame Schulhauskultur ist dort anzutreffen, wo die Lehrkräfte teamfähig sind und Teamarbeit praktizieren.

Teamarbeit wird dort praktiziert, vo der enge Zusammenhang zwischen Teamzeit und Präsenzzeit erkannt wird.

Präsenzzeit (Statt 25 Lektionen Vollpensum: z.B. 22 Lektionen Vollpensum und 8 Lektionen Teamarbeit = 30 Lektionen Präsenzzeit) wird ein normaler Tatbestand, wo die Behörden vom Pensum-Denken Abstand nehmen und die Präsenzzeit, d.h. die Anwesenheit der Lehrkräfte am Arbeitsplatz über das Pensum hinaus verfügen, gleichzeitig aber deren Abhängigkeit durch Gewährung von Entscheidungskompetenz (Teilautonomie)* verringern.

* Hier ist nur zum Teil die Teilautonomie gemeint, die hier eher betriebswirtschaftlich verstanden wird. In Basel schließt die Teilautonomie mit ein, daßdie Unterrichtsorganisation aus pädagogischen Gründen zu verändert werden darf.



Vgl. Seminarpapier von Elmar Oswald: Eine neue Schule entwerfen - Entwicklungsgeschichte der schulreform der Stadt Basel



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