Abhängigkeit der LehrerInnen
Dieses Strukturelement von Schule wird oft bestritten. "Wir LehrerInnen/die LehrerInnen haben doch die Methodenfreiheit und die pädagogische Verantwortung für unseren/iren Unterricht" tönen LehrerInnen aber auch Schulaufsicht. und sehen damit nicht/überspielen damit, daß die vielgerühmte Freiheit in Wirklichkeit ein Papiertieger ist. Die sogenannte Methodenfreiheit findet sehr rasch ihre Grenzen an den Organisationsmusern der Schule: Die Projektmethode ist auf eine dürre > Projekt-Woche < reduziert, die Feigenblatt-Charakter hat, der tägliche Unterricht ist durch Lektionen-Denken, durch Scheibchen-Didaktik beherrscht.
Die pädagogische Freiheit ist zersplittert im Stundenraster, welches sich nur schwer, meist nur schulweit für andere Formen pädagogischer Arbeit verandern oder auflösen läßt. Und die pädagogischen Impulse der LehrerInnen heben sich gegenseitig auf, weil sie widersprüchlich ja gegenläufig sind.
In administrativen Bereichen schliesslich, dort wo es z.B. darum gehen würde, die eigene Fortbildung zu planen, das Schulhaus zu einem wirkungsvollen Lernort zu gestalten, sind LehrerInnen von vorgesetzten Bewilligungsinstanzen abhängig, die des öfteren den reibungslosen betrieb höher bewerten als innovative Unruhe, was die Initiative bekanntermassen sehr schnell zum Erliegen bringen kann. Dazu kommen noch kommunale Abhängigkeiten, denn schulpolitische Entscheidungen folgen nicht immer pädagogischen überlegungen.
- Teilautonomie der Schulkollegien