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Sie kennen eine Reformschule, die hier noch fehlt?

Reformpädagogische Schulen damals - England

1. Schulkritik damals

1.1. Schulkritik
Cecil Reddie hat 1888 in einer Artikelserie: Modern Miseducation das englische Internatsschulwesen kritisiert: Mästen der Schüler mit lebensfremden Stoffen, zusammenhangloses Pauken, Ignoranz gegenüber modernen Fremdsprachen, Vernachlässigen der eigenen Muttersprache, oberflächliche Naturwissenschaften, Sport nur als Cricket und Football.

1.2. Gesellschaftskritik

Herbert Spencer (USA) hat 1862 das Buch: On Education verfasst und ist damit in den USA sehr populär geworden. Er wird als Propagandist des 'laissez-faire-Individualismus' und des Glaubens: 'Fortschritt durch Wissenschaft' gefeiert. Spencer fordert, das sich das Schulcurriculum auf Aktivitäten beziehen muss, um die Selbsterhaltung, das eigene Verdienen des Lebensunterhalts, das Führen eines guten Familienlebens und regionalpolitische Mitgestaltung zu wecken.

In England war man ehr vom Elend der arbeiteten Klasse berührt. So setzt die 'Gesellschaft des neuen Lebens' (1883 - 1898) auf Besserung des Individuums durch Erziehung. Die 'Theosphische Gesellschaft' will mehr Brüderlichkeit und damit mehr Menschlichkeit schaffen. Es gibt auch verschiedene Varianten des Sozialismus.

1921 gründet sich die 'New Education Fellowship', die für die Geschicke der Reformpädagogik weltweit große Bedeutung erlangt. Die Gründer der 'Neuen Schulen' sind Pioniere der Reformpädagogik. J.J. Findlay, Professor an der Universität Manchester legt die philosophische Grundlage.

Anders als in Deutschland hegen die staatlichen Lehrer ein tiefes Misstrauen gegen viele der neuen Schulen. Dort werden die Vermittlung der klassischen Sprachen kritisiert, das Auswendiglernen, die autoritäre Lehrer-Schülerbeziehung. Die traditionellen ländlichen Tätigkeiten erscheinen als Garant für eine solide Allgemeinbildung.

Die englischen Reformschulen entstehen wie die deutschen auf dem Lande, ein Teil des Unterrichts ist landwirtschaftliche Arbeit, es wird Holz und Metall bearbeitet und gedruckt.

Schon die Schulen der Quäker, die zwischen 1808 und 1890 entstehen, sind koedukativ, haben neben den klassischen Sprachen moderne Sprachen und die Naturwissenschaften haben einen großen Wert. Es gibt Werkstätten für die Kinder und sie haben die Selbstverwaltung eingeführt.

Quelle: Röhrs, Hermann, Lenhart, Volker (Hrsg.): Die Reformpädagogik auf den Kontinenten, Heidelberger Studien zur Erziehungswissenschaft 43, FfM, 1994

2.Antworten der RP
2.1.1. C. Reddie, Abbotsholme
2.1.2. J.H. Badley, Bedales, 1893
2.1.3. Alexander Devine, Clayesmore School, Claymore Gelände in Enflield, Middlesex.
2.1.4. King Alfred Society, King Alfred School, 1889
2.1.5. John Howard Whitehouse, Bembridge School (1919)
2.1.6. A.S. Neill, Summerhill (1921 in Deutschland in der Gartenstadt Hellerau gegründet)
2.1.7. Leonard Elmhirst, Dartington Hall 1926, WB Curry war von 1931-1957 ideenreicher Direktor
2.1.8. J. G. Jeffreys, Bryanston School, (1928)
2.1.9. Homer Lane, Little Commonwealth
2.1.10. Leonard Elmhirst, Darlington Hall School - 1926 -
2.1.11. Kurt Hahn, Gordonstoun (1934) und 1941 der Kurzschule 'Outward Bound Sea School' in Aberdovey/Wales
2.1.12. Kenneth und Francis Barnes, Wennington School, 1940
2.1.13. Dora und Bertrand Russell, Bacon Hill School, 1927
2.1.14. Susan Isaacs, Malting House School 1924-1927 von Freud und Piaget beeinflußt