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Einheitsschulen


Einheitsschulen - Fritz Karsen (Berlin) - Paul Oestreich (BESch) - Max Greil (Thüringen) - Die nationale Einheitsschule

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Die sächsische Lehrerschaft (1911) definierte die Einheitsschule so:
    In ihr sollten "alle Schulgattungen ..., von der Volksschule bis zur Universität, mit Einschluß der Fachschulen und Akademien" in einem einheitlichen System zusammengefasst sein. (W. Keim, U. Schwerdt (2013): Schule, S. 671)
Die SPD (1911) wollte eine:
    "unentgeltliche weltliche Einheitsschule mit gemeinsamer und gleicher Erziehung für Jungen und Mädchen: mit einem obligatorischen Kindergarten vom 4. bis zum 7. Lebensjahr, einer sechsjährigen Elementarschule vom 8. bis zum 14. Lebensjahr, einer sich daran anschließenden Mittelschule mit theoretischer praktischer Abteilung vom 15. bis zum 18. Lebensjahr und schließlich darauf aufbauender Universität, technischer Hochschule und Akademie. [...]" Sie sollte "jeder erzieherischen Besonderheit, jeder Abstufung im Können der Kinder, jeder Forderung der Gesellschaft an die körperliche, geistige und seelische Erziehung gerecht werden. [...]" (W. Keim (2013): Politische Parteien, S. 58)

Nach der Vorstellung der SPD sollte die Einheitsschule eine 'wirkliche Erziehungsstätte' sein, mit 'geräumigen Schulhäusern', 'Höfen, Turnhallen und Spielplätzen', die 'auch außerhalb der eigentlichen Schulstunden geöffnet' sein sollten. (S. 59)

Es lassen sich drei wesentliche Konzepte von Einheitsschulen nennen:
  1. Die Elastische Einheitsschule von Paul Oestreich - eine Blaupause
  2. Die Einheitsschule von Fritz Karsen in Berlin - eine wirkliche Schule
  3. Die Einheitsschulen von Max Greil in Thüringen - ein Einheitsschulgesetz
Abgesehen von diesen Konzepten Exkurs: Die nationale Einheitsschule



Literatur: Keim, Wolfang; Schwerdt, Ulrich, (Hrsg.) (2013): Handbuch für Reform­pädagogik in Deutschland, FfM, Teil 1 und Teil 2