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Thema: wohnortnahe integration und offener unterricht
Schnina

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wohnortnahe integration und offener unterricht 17.02.2009 17:07 Forum: offener Unterricht

hallo,

bei der vorbereitung auf meine schriftliche prüfung für das thema "grundschule - förderschule" bin ich auf folgendes problem gestoßen:
für mich hat es eine große logik, alle kinder eines wohnortes gemeinsam zu beschulen. d.h. keinerlei aussonderung. da wir uns in einer heterogenen gesellschaft bewegen, ist es sinnvoll, dass sich diese gesellschaft auch in der schule widerspigelt. es ist auch klar, dass in einer solchen schule binnendifferenziert gelernt werden sollte und zielgleiches lernen nicht möglich ist.
offener unterricht im sinne falko peschels ist für mich ein vorhaben, dass sich lohnt umzusetzen. in seinem aufsatz "offener unterricht ist präventiver unterricht - präventiver unterricht ist offener unterricht" beschreibt er, dass viele kinder erst zu behinderten gemacht werden, da sie in einem normalen unterricht herausfallen.
offener unterricht scheint ein ansatz zu sein, der sich auch im fall "wohnortnaher integration" für viele schüler eignet, die unter die bezeichnung "behindert" fallen.
allerdings stoße ich hierbei an eine grenze: wie lässt sich "offener unterricht in einer lerngemeinschaft praktizieren, in der kinder an einer - nennen wir sie mal so - offentsichtlichen behinderung "leiden".
ist es möglich, z.b. blinden oder gehörlosen schülern einen offenen unterricht zukommen zu lassen? wie könnte so etwas aussehen?
noch schwieriger erscheint mir, wie man schwer mehrfach behinderte kinder in einen solchen unterricht aufnehmen kann. muss ich für solche kinder nicht speziell für sie aufbearbeitete materialien zu verfügung stellen? wie kann ich verhindern, dass solche kinder nicht nur mitgeschleppt werden? verletze ich durch speziell für sie aufgearbeitete materialien das prinzip des offenen unterrichts?
der angesprochene binnendifferenzierte, zielungleiche unterricht scheint mir geeignet für kinder jeglicher behinderung. wie aber kann ich kinder in eine schule integrieren, in der die die schüler selbstgesteuert lernen, wenn die schüler aber ihre eigenen bedürfnisse nicht selbt formulieren können bzw. jemanden brauchen, der für ihre bedürfnisse einsteht? ist es falsch, dass ich davon ausgehe,dass solche kinder jemanden brauchen, der ihre bedürfnisse für sie formuliert, da diese formulierung vielleicht nur vermutete bedürfnisse sind?

ihr seht: fragen über fragen. ich hoffe, dass mir jemand die annäherung an antworten erleichtern kann. vielleicht aus eigener praxis.

viele grüße, nina

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