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PAED.COM » Reformpädagogik » offener Unterricht » Leistungsbeurteilung im offenen Unterricht??? » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Mika
Grünschnabel


Dabei seit: 26.03.2009
Beiträge: 1

Leistungsbeurteilung im offenen Unterricht??? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Hallo,
ich lerne gerade für mein Examen: Thema Offener Unterricht und Leistungsbeurteilung im Offenen Unterricht.
Hat jemand eine Ahnung was genau der Unterschied zwischen Portfolio und Lerntagebuch ist? Und welche weiteren Formen der alternativen Leistungsbeurteilung es noch gibt???
vielen Dank und Grüße

26.03.2009 09:40 Mika ist offline Email an Mika senden Beiträge von Mika suchen Nehmen Sie Mika in Ihre Freundesliste auf
Chris McFaz Chris McFaz ist männlich
Eroberer




Dabei seit: 22.09.2007
Beiträge: 56

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Hi Mika,

folgend, wie ich die beiden Begriffe Portfolio und Lerntagebuch kennengelernt habe.
Das Portfolio ist eine Sammlung verschiedener Lernspuren. Es kann von sowohl vom Lehrer als auch vom Schüler geführt werden, d.h. für einen Schüler gibt es dann zwei Portfolios. Der Lehrer würde dann eher die Lerngeschichte aufzeichnen und der Schüler eher die Ergebnisse sammeln. Muss aber nicht so sein.
In einem Lerntagebuch wird schon sehr explizit und auf einer Metaebene mit dem "Lernen" umgegangen. Man kann Lernthemen darin vorausplanen oder den Lernweg dokumentieren. Verschiedene Gadgets habe ich auch schon darin gesehen, wie etwa "Top" oder "Flop der Woche".
Alternativ kann man die Kinder auch ihre Leistung beurteilen lassen und dann in einem Lerngespräch seine eigene Meinung einfließen lassen. Man kann auch mit Beobachtungsbögen einfach ständig an den Kindern dran sein. Da gewinnt man einen viel genaueren Eindruck als bei der punktuellen Leistungserhebung. Das gibt es aber auch in offenen Arrangements: Tests, die man sich dann einfach holen kann, wenn man sich vorbereitet fühlt.
Peschel führt auch noch die Überforderungstests ins Spiel, die einem sicherlich auch nützlich sein können. Das fällt mir auf die Schnelle ein.

Grüße

Christian

30.03.2009 17:23 Chris McFaz ist offline Email an Chris McFaz senden Homepage von Chris McFaz Beiträge von Chris McFaz suchen Nehmen Sie Chris McFaz in Ihre Freundesliste auf
Juergen
Administrator


Dabei seit: 08.11.2003
Beiträge: 282

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Hi Mika,

der entscheidende Unterschied in der Leistungsbeurteilung beim Offenen Unterricht liegt darin, daß die Schüler nicht mehr miteinander verglichen werden, sondern das die Leistungsbeurteilung auf dem Lernzuwachs des einzelnen Schülers beruht.

Peschel misst ja mit den standardisierten Tests und stellt fest: Beim letzten Test hat xy diesen Wert erreicht und jetzt erreicht er diesen Wert.

Wie Chris schon sagt, ist auch ganz wichtig, daß die Kinder den Zeitpunkt des Tests bestimmen können: Dann wenn sie sich vorbereitet fühlen.

So verschwindet die Leistungskonkurrenz.

Es sind natürlich auch alle anderen Präsentationstechniken verwenden. Wenn Schüler etwas präsentieren ist ja durchaus eine Besprechung angesagt - allerdings nicht nur unter blanken Leistungsgesichtspunkten. Auch die Mitschüler können ihre Auffassung und ihre inhaltlichen Fragen äußern.

Aus meiner Erfahrung merken Schüler in diesem Fall recht schnell, was gut und wo noch Lücken sind.

Wenn das dann natürlich in einer Note enden soll, wird es schnell wieder platt und die Schüler wollen dann doch nur die Note wissen.

Es ist also auch eine grundsätzliche Einstellung, die sich sicher auch den Kindern mitteilt: Geht es nur um eine Leistungsbeurteilung im täglichen Rattenrennen, oder geht es um das was ein Kind gemacht hat, wie es selbst weiter kommen will.

Zugespitzt gesagt: Geht es um Leistungsbeurteilung zur Auslese oder um eine konkrete Rückmeldung an ein Kind. Geht es darum, ein Kind zuzuordnen oder darum sein Lernen zu fördern?

Auch Portfolios lassen sich im Sinne der Auslese einsetzen.

Das alles ist recht gut beschrieben bei Carl R. Rogers: Lernen in Freiheit.
Er beschreibt, daß er mit dem Studenten ein Gespräch führt und dieser dann auch einen begründeten Notenvorschlag macht. Den übernimmt Rogers dann, wenn er auch zu dieser Einschätzung gekommen ist oder begründet seine Abweichung nach oben oder unten.

Grüße

Jürgen

__________________
Jürgen Göndör
service@paed.com
http://paed.com

06.04.2009 10:27 Juergen ist offline Email an Juergen senden Homepage von Juergen Beiträge von Juergen suchen Nehmen Sie Juergen in Ihre Freundesliste auf
Uhlenbusch
Grünschnabel


Dabei seit: 02.05.2009
Beiträge: 1

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Hallo Mika!

Ich lerne gerade für das gleiche Thema - ebenfalls Examensprüfung. Ich würde mich mit dir ganz gerne dazu austauschen - was meinst du?

Viele Grüße

02.05.2009 16:08 Uhlenbusch ist offline Email an Uhlenbusch senden Beiträge von Uhlenbusch suchen Nehmen Sie Uhlenbusch in Ihre Freundesliste auf
 
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