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roggbiv roggbiv ist weiblich
Grünschnabel


Dabei seit: 04.06.2009
Beiträge: 4

Pragmatisch Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Hallo,

nun sind schon 8 Wochen Schule und die 14 Erstklässler haben nun zahlreiche Erfahrungen hinsichtlich Schulalltag, Beziehungsfindung und natürlich Lernen gemacht. Ich gehe jeden Morgen immer wieder gern in die Schule, voller Spannung, was mich heute erwartet. Da ein großes Staunen, da ein Winziges, Unerwartetes - was offener unterricht eben so bereithält.
Ganz lassen mich aber , vielleicht auch noch dem traditionellem Lernen, geschuldet, einige Fragen nicht los- ganz pragmatische:

Die Kinder schreiben nur mit großen Buchstaben- Wörter mit diesen können sie auch schon lesen- wie kommen sie dann zu den Kleinen? Denn die Alltagsschrift besetht nahezu aus diesen.

und zweitens:
Viele Kinder sind mit guten mathematischen Kenntnissen in die Schule gekommen.Viele jedoch rechnen zählend. wie hilft man ihnen zu einem Mengenverständnis oder gibt sich das von ganz allein?

Würde mich über hilfreiche Erfahrungen freuen.

lg roggbiv

30.09.2009 15:09 roggbiv ist offline Email an roggbiv senden Beiträge von roggbiv suchen Nehmen Sie roggbiv in Ihre Freundesliste auf
Juergen
Administrator


Dabei seit: 08.11.2003
Beiträge: 282

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Ja, es sind immer wieder die ganz banalen Fragen des Alltags: Klappt das denn auch wirklich??

Aber ist es nicht ehr die eigene Unsicherheit? Man hat ja schließlich lange selbst so gelernt und man hat gelernt so zu Lehren.
Sind es nicht genau besehen Hilfen, die man selbst braucht, um mit dem anderen Lernen zurecht zu kommen?

Wichtig finde ich, sich selbst gegenüber diese Fragen ernst zu nehmen und vielleicht auch aufzuschreiben und dann zu beobachten: Wie entwickelt sich das Schreiben mit kleinen Buchstaben, wer macht wann welche Lernschritte?

Sozusagen zum eigenen Forschungsprojekt zu machen: Wie kommen die Kinder zu den kleinen Buchstaben und zu einem Mengenverständnis. Was sind die zarten Anfänge. Was gibt es für verschiedene Wege bei verschiedenen Kindern?

Damit kommt man auch aus der Situation: Können die das schon und muss ich nicht jetzt endlich was tun?

Ich hoffe, die Antwort hilft ein bisschen?!

Liebe Grüße

Jürgen

__________________
Jürgen Göndör
service@paed.com
http://paed.com

08.10.2009 23:04 Juergen ist offline Email an Juergen senden Homepage von Juergen Beiträge von Juergen suchen Nehmen Sie Juergen in Ihre Freundesliste auf
roggbiv roggbiv ist weiblich
Grünschnabel


Dabei seit: 04.06.2009
Beiträge: 4

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Hallo Jürgen,

danke für deine Antwort. Ich glaube, Du hast recht: es sind eher meine Probleme, als die von den Kindern.Es ist nämlich die Frage : In wie weit kann ich diese Art von Unterricht in einem von frontal unterrichtenden Kollegium vertreten.In einem Kollegium in dem festgelegt wird, bis wann Kinder alles können müssen.Und dann und wann lässt man sich dann auch mal hinreißen, nicht, weil man auch so denkt, nein, weil man sich in irgendeiner " rechtfertigungsschiene" befindet. Und immer wenn ich mich darin befinde, merke ich , dass ich doch leisen, impliziten Druck auf die Kinder ausübe.In diesem Sinne wäre es doch auch interessant, darüber nachzudenken, was man als "Verantwortung" in einem offenen Unterricht versteht. Verantwortung auf der Seite des Kindes und Verantwortung des Lehrers. Wenn da mal nicht " antworten" drin steckt! ( Lernen als Dialog, statt Lernen las Monolog)
Die "Forschungsaufgabenidee"für mich ist spannend. Ich danke dir dafür.
liebe Grüße
roggbiv

11.10.2009 06:07 roggbiv ist offline Email an roggbiv senden Beiträge von roggbiv suchen Nehmen Sie roggbiv in Ihre Freundesliste auf
Juergen
Administrator


Dabei seit: 08.11.2003
Beiträge: 282

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Verantwortung im Offenen Unterricht ist nicht auch allen Stoff gebracht zu haben, sondern jedes Kind/jede SchülerIn im Blick zu haben in Bezug auf sein/ihr Lernen: Was braucht dieses Kind jetzt?

Dabei sehe ich es nicht als Druck, immer alles gleichzeitig im Blick zu haben und immer 'richtig' und 'sofort' zu reagieren, sondern als sich die Zeit nehmen, wirklich bei einem Kind/Schüler zu sein, da wirklich zuzuhören. Nicht mit dem Kind/Schüler 'zielgerichtet' vom Lehrer zum Kind/Schüler zu sprechen, sondern herauszubekommen: Was tust Du? Woran arbeitest Du? Brauchst Du Hilfe?

Walter Hövel (Grundschule Eitorf) erzählt immer gerne davon, was die Kinder/Schüler machen und wie sie es angehen, wie sie denken.

In sofern ist Lernen wirklich ein Dialog zwischen Lehrer und Kindern/Schülern, kein Fragenstellen, wo die Antworten doch schon längst feststehen. Dieser Dialog ist wie ein Einfühlen in die Welt des Kindes/Schülers, diese Welt mit den Augen eben dieses Kindes/Schülers zu sehen, seinen Entdeckungsweg mitzugehen, zu fragen, warum es jetzt hierlang geht, ...

Vielleicht berichtest Du mal hier von Deinen Erfahrungen mit Deinen Forschungsaufgaben?

Liebe Grüße und viel Erfolg!

Jürgen

__________________
Jürgen Göndör
service@paed.com
http://paed.com

06.12.2009 14:14 Juergen ist offline Email an Juergen senden Homepage von Juergen Beiträge von Juergen suchen Nehmen Sie Juergen in Ihre Freundesliste auf
 
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