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ReformpädagogInnen

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Parker
Parkhurst
Paulsen
Petersen
Petersenn
Pratt
Reddie
Reichwein
Rotten
Rühle
Russell
Scharmer
Scharrelmann
Schazki
Schmitt
Schumann
Schwarz
von Salis
Seelmann
Seidel
Seidler
Siemsen
Simon
Smith
Specht
Spiel
Steiner

Tepp
Trüper


  • Francis Wayland Parker
    Francis Wayland Parker (1837 - 1902), amerikanische Reformpädagoge, war befreundet mit Washburne und Dewey, entwickelte für Mrs. Blaine, Tochter eines gut situierten Industriellen, ein Schulkonzept für eine Privatschule. In dieser Schule assistierte jedem Lehrer ein Ausbildungslehrer. Parkers Erziehungsmethoden waren durch Jean-Jaques Rousseau, Friedrich Froebel, Johann Friedrich Herbart, Johann Amos Comenius, Johann Heinrich Pestalozzi, Horace Mann und John Dewey beeinflußt.

  • Helen Parkhurst
    Helen Parkhurst (1887 - 1973), amerikanische Reformpädagogin
    Sie entwickelte den Daltonplan und traff 1914 Maria Montessori in Rom. Diese ernannte sie zur Vorsitzenden der amerikanischen Montessori-Bewegung.

  • Wilhelm Paulsen
    Wilhelm Paulsen (1875 - 1943), deutscher Reformpädagoge

  • Peter Petersen
    Peter Petersen (1884 - 1952), deutscher Reformpädagoge, Gymnasiallehrer in Hamburg mit Kontakten zum 'Bund für Schulreform' (Vorstandsmitglied)übernahm 1920 die Leitung der Lichtwark-Schule Hamburg, später eine Professur für Erziehungswissenschaft in Jena. Die Universitäts-Übungsschule wandelte er in eine 'Lebensstätte des Kindes' um. 1927 veröffentlichte seine Abhandlung 'Der kleine Jena-Plan'. Im Dritten Reich äußerte er sich positiv für den Nationalsozialismus und kompromittierte sich dabei sehr. Nach dem Krieg arbeitete er in Jena, bis die Universitätsschule 1950 geschlossen wurde. 1952 starb Petersen in Jena und wurde in Großenwiehe beerdigt.

  • Bertha von Petersenn
    Bertha von Petersenn (1862 - 1910), Schweizer Reformpädagogin und Begründerin des ersten Deutschen Landerziehungsheim für Mädchen in Stolpe am Wannsee, später nach Gaienhofen am Bodensee. Ihre Tochter Julia heiratete 1911 Hermann Lietz. Mit seiner Unterstützung gründete Bertha von Petersenn 1900 in einer Villa in Groß-Lichterfelde eine Privatschule für Mädchen. Diese zog bald in ein geräumigeres Haus im Wald am Stolper See, zwischen Berlin und Potsdam (heute: Stadtbezirk Wannsee/Zehlendorf) um. 1904 wurde das Landerziehungsheim nach Gaienhofen am Bodensee verlegt. 1906 kaufte ihr Mann Georg von Petersenn das Anwesen. 1910 starb Bertha von Petersenn in Kreuzlingen und wurde auf dem Schulgelände beerdigt.

  • Caroline Pratt
    Caroline Pratt (1867-1954), amerikanische Reformpädagogin, ging nach Schweden um das 'Sloyd-System' kennenzulernen und gründete 1914 in New-York die Play School, die später von ihr in City and Country School umbenannt wurde. Junge Kinder sollten durch experimentieren mit ihrer Umwelt und durch ihre bereits gewonnen Erfahrungen lernen, und, wenn sie ihren Horizont genügend erweitert hatten, in die 'Arbeit' sich mit kultivierteren Methoden und Materialien auseinandersetzen. C. Pratt war eine der bekanntesten Vertreterinnen einer neuen Schulidee zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

  • Cecil Reddie
    Cecil Reddie (1858 - 1932), englischer Reformpädagoge, Gründer des Landerziehungsheimes Abbotsholme. Er attakierte 1988 in einer Artikelserie (Modern Miseducation) die englische Internatserziehung. Besonders kritisierte er das nicht vorhandene Vertrauensverhältnis zwischen Lehrern und Schülern: 'Wir wollten Brot und bekamen oft bloß Steine'. Er studierte und promovierte in Deutschland (Göttingen). Zurück in England unterrichtete er an mehreren Schulen, wird Mitglied in 'Fellowship for a New Life'. Diese förderte seine Schulgründung. Allerdings war Abbotsholme dann doch keine 'Fellowship School'. Reddie lehnte demokratische Entscheidungsstrukturen ab und regierte seine Schule als Monarch. 1927 war Abbotsholme heruntergewirtschaftet und hatte noch zwei Schüler. Reddie zog sich in die 'Welwyn Garden City', eine Gründung im Zuge der Gartenstadtbewegung, zurück und lebte dort bis zu seinem Tode 1932.

  • Adolf Reichwein
    Adolf Reichwein (1898-1944), deutscher Reformpädagoge, der durch seine Reformarbeit an der einklassigen Landschule Tiefensee (Brandenburg) im Nationalsozialismus bekannt wurde. Er wurde 1944 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee erhängt.
  • Elisabeth Rotten
    Elisabeth Rotten (1882 - 1964), schweizer Reformpädagogin kam im Studium mit Lietz und Wyneken zusammen. Sie arbeitete ein Jahr als Lektorin für Deutsche Literatur an der Universität Cambridge. 1914 baute sie eine 'Auskunfts- und Hilfsstelle für Deutsche im Ausland und Ausländer in Deutschland' auf. Sie wurde Mitglied im 1914 gegründeten 'Bundes Neues Vaterland' (später: 'Deutsche Liga für Menschenrechte') und hielt auf dem 1. Internationalen Frauenkongreß in Haag eine pazifistische Rede, nahm an mehreren pädagogischen Tagungen teil und war Mitbegründerin des 'Bundes entschiedener Schulreformer'. Sie war Teilnehmerin der auf Initiative der englischen Reformpädagogin Beatrice Ensor 1921 in Calais stattfindenden Konferenz, auf der der 'Weltbund für Erneuerung der Erziehung' ('New Education Fellowship') gegründet wurde. Rotten wurde als Direktorin für die deutschsprachigen, neben Beatrice Ensor (London) für die englischsprachigen und Adolphe Ferrière (Genf), für die französischsprachigen Länder zuständig. 1934 emigrierte Elisabeth Rotten in ihr Heimatland, die Schweiz. Nach dem Krieg engagierte sie sich in einer Vielzahl von Aktivitäten auf internationaler Ebene. 1964 starb sie in einer Londoner Klinik und wurde in Saanen (Schweiz) beerdigt.

  • Otto Rühle
    Otto Rühle (1874 - 1943), deutscher Pädagoge, Landtagsabgeordneter, Reichstagsabgeordneter und Schulspezialist der SPD sowie der bedeutendste Unterstützer der Arbeiterjugendbewegung im Dresdner Raum

  • Bertrand Russell
    Bertrand Russell (1872 - 1970), englischer Philosoph, Mathematiker und Logiker. Erhielt 1950 den Nobelpreis für Literatur. Zusammen mit seiner Frau Dora gründete er 1927 die libertäre Schule Beacon Hill.

  • Meta von Salis
    Meta von Salis (1855 - 1929), schweizerische Pädagogin: Mädchenbildung.

  • Franz Scharmer
    Franz Scharmer (1891 - 1984), österreichischer Pädagoge und Individual-Psychologe der Wiener Schulreform.

  • Heinrich Scharrelmann
    Heinrich Scharrelmann (1871 - 1940) deutscher Reformpädagoge, Bremen, Berlin und Leipzig.

  • Stanislav T. Schazki
    Stanislav Teofilowitsch Schazki (1878 - 1934) russischer Reformpädagoge,

  • Cornelius Schmitt
    Cornelius Schmitt (1874 - 1958) Reformpädagoge aus Lohr am Main,

  • Friedrich Schlünz
    Friedrich Schlünz, Hamburger Reformpädagoge, Hrsg. des 'Rundbriefes für die freideutsche (revolutionäre) Lehrerjugend' zusammen mit Fritz Jöde und Max Tepp.

  • Kurt Schumann
    Kurt Schumann (1885 - 1970), deutscher Reformpädagoge, 1933 aus dem Schuldienst entfernt. 1934 erfolgte die Zwangsversetzung nach Zschopau. Die Dürerversuchsschule wurde in eine Normalschule überführt. Seine Lehrertätigkeit von 1934-45 an der Oberschule Zschopau belegt, dass ein Festhalten an humanistischen Elementen der Reformpädagogik auch in der Nazi-Ära begrenzt möglich war.

  • Sebald Schwarz
    Sebald Schwarz (1866 - 1934), deutscher Reformpädagoge, war Schulleiter der Oberrealschule zum Dom in Lübeck. Er führte an dieser Schule bereits 1922 ein Kurssystem ein, das den Schülern der Oberstufe erlaubte, 30 Prozent des Unterrichts außerhalb der Kernfächer frei zu wählen.

  • Kurt Seelmann
    Kurt Seelmann (1900 - 1987), deutscher Pädagoge, Psychotherapeut, Erziehungsberater und Vertreter der Individualpsychologie.

  • Robert Seidel
    Robert Seidel (1850 - 1933), deutsch/schweizer Reformpädagoge. Er entwickelte schon vor Georg Kerschensteiner ein Konzept zur Arbeitschule (Arbeit als Handwerk) unter Bezug zu Johann Heinrich Pestalozzi und Karl Marx.

  • Regine Seidler
    Regine Seidler (1895 - 1967), österreichische Pädagogin und Individual-Psychologin der Wiener Schulreform.

  • Anna Siemsen
    Anna Siemsen (1882 - 1951), deutsche Reformpädagogin

  • Alfons Simon
    Alfons Simon (1897 - 1975), deutscher Reformpädagoge und Individual-Psychologe.

  • Eugene Smith
    Eugene Smith (1876 - 1968), amerikanischer Reformpädagoge, erster Direktor der Park School in Baltimore.

  • Minna Specht
    Minna Specht (1879 - 1961), deutsche Reformpädagogin. Sie war Leiterin des von Leonhard Nelson gegründeten Landerziehungsheims Walkemühle bei Melsungen bis zu dessen Besetzung und Auflösung durch die Nationalsozialisten im Mai 1933.
    Minna Specht floh mit einem Teil der Schüler nach Dänemark und errichtete die Schule für Kinder deutscher Emigranten dort neu: Heimschule Möllevangen/Seeland, später in Göstrupgaard/Fünen. Im November 1938 emigrierte sie nach Gwmavon/Süd-Wales und wurde auf der Isle of Man zwischen 1940 und 1941 als feindliche Ausländerin interniert. Auch hier leitete sie ein Camp für die 50 Kinder der ebenfalls interniterten Mütter.
    Nach dem Krieg war sie Leiterin der Odenwaldschule (1946 - 1951) und arbeitete später bei der Unesco (Ausschuss der deutschen Unesco-Kommission als Vertreterin für Erziehung und Unterricht ) und war ab 1952 Vorsitzende der 'Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime'. 1955 erhielt sie die Goethe-Plakette des hessischen Ministers für Erziehung und Volksbildung für ihre Verdienste in Theorie und Praxis der Erziehungswissenschaften.

  • Oskar Spiel
    Oskar Spiel, (1892 - 1961), österreichischer Pädagoge und Individual-Psychologe der Wiener Schulreform.

  • Rudolf Steiner
    Rudolf Steiner (1861 - 1925), u.a. Gründer der Waldorfschule (1919) im Auftrag von Emil Molt, Inhaber der Zigarettenfabrik Waldorf-Astoria. Steiner schrieb den Lehrplan, stellte das erste Lehrerkollegium zusammen und führte die vorbereitende Schulung der Lehrer durch.

  • Max Tepp
    Max Tepp

  • Johannes Trüper
    Johannes Trüper, (1855 - 1921), deutscher Reformpädagoge studierte in Jena und wurde Lehrer an der dortigen Universitätsübungsschule. Nach einem Semester in Berlin gründete er 1890 in Jena eine 'Anstalt für schwer erziehbare Kinder'. 1892 gründete er das 'Erziehungsheim und Jugendsanatorium Sophienhöhe' für entwicklungsgeschädigte und -gestörte Kinder, das er zum führenden deutschen Heilerziehungsheim ausgebaut hat.